Herren zeigen 2 Gesichter im Spiel gegen SW Wuppertal

Am Ende des Spiels gegen Südwest waren alle Spieler froh einen 70:60 Sieg herausgeholt und somit einen guten Start in das Spieljahr 2020 hatten. Doch der scheinbar sichere 10 Punkte Vorsprung geriet am Ende doch noch einmal gehörig ins Wanken. Vorausgegangen waren 2 Halbzeiten die kaum unterschiedlicher sein konnten. In den ersten beiden Vierteln zeigte das TBW Team den wohl besten Basketball der Saison. Nachdem das Spiel einige Minuten recht ausgeglichen gelaufen war (10:9, 5 Minute) zündeten die Gastgeber ein beeindruckendes Offense-Feuerwerk. Aus einer druckvollen Defense heraus – hier wurde beste Team Defense gespielt-  ging es schnell in die Transition, die meist direkt per Fastbreak abgeschlossen werden konnte. Aber auch das Set Play lief gut und es wurde schnell gepasst bis letztlich der freie Mann gefunden wurde. So konnten sich die TBW Spieler bis zum Ende der Viertels auf 21:10 absetzen und auch im 2. Abschnitt ging das beeindruckende Spiel weiter. SW hatte nun auf eine Manndeckung umgestellt, doch sowohl Fabian als auch Hammid spielten konsequent ihr Pick&Roll, was immer wieder zu freien Abschlüssen am Brett führte. Mit 21:8 wurde auch Abschnitt 2 gewonnen, so dass zur Halbzeit ein scheinbar beruhigender 24 Punkte Vorsprung auf der Tafel stand. Einziger Punkte der Halbzeitansprache: Weiter druckvoll spielen, Tempo hochhalten und konsequent bis zum letzten Mann passen. Was geschah? Druck und Tempo gingen runter, es wurden schnelle und oft falsche Abschlüsse genommen. Auf Wuppertaler Seite liefen zudem nun auch die Dreierschützen zu Hochform auf, so dass der Vorsprung langsam schmolz wie das Softeis in der Wintersonne. Nach dem 3. Viertel hielt der TBW noch einen 57:37 Vorsprung, aber im Schlussviertel ließ man dann alle guten Vorsätze fallen. Fast jeder Angriff endete in einem Turnover, ob durch Schrittfehler, Fehlpass oder 3 Seconds in der Zone, es war einfach der Wurm drin. Die angezogene Handbremse zeigt sich auch in der Tatsache, dass es in der 2. Hälfte nicht einen Freiwurf für das Team gab, da kaum einer noch den Biß zeigte in die Zone zu penetrieren. Auch wenn die Aufholjagd der Gäste letztlich zu spät kam und am Spielausgang nichts mehr änderte, muss der Anspruch des TBW Team dennoch sein, auch über 40 Minuten eine konstant hohe Leistung wie in den ersten Vierteln zu zeigen. Dann kann man auch kommende Woche beim Tabellenzweiten in Monheim auf ein attraktives Spiel hoffen.

Es spielten: Hamid (8), Enes, Tobi (3), Hürkan (15), Max (6), Yannik (3), Pascal (2), Hammoud, Lukas (10), Julian (9), Dooms (4) und Fabian (10)